Bordeaux-Cambo-les-Bains-Roncesvalles

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07-10-2014 Köln – Paris
Die Reise beginnt mit einem große Chaos. Zug von Köln nach Trier hat 60 Minuten Verspätung. Alle möglichen Informationen über Varianten des Weiterreisens in Köln. Am Ende fahre ich mit dem nächsten IC nach Koblenz und weiter nach Trier und von dort nach Luxemburg. Statt der von der DB Köln vorgeschlagenen Weiterreise finde ich doch einen TGV nach Paris. Ankunft nach 22.00 Uhr. Jugendherberge in der Esplanade Natalie Sarraute nicht weit von der Gare de l’Est. Jugendherberge/Übernachtungsmaschine. Mein Computer hat keinen Internet-Zugang.
 
08-10-2014 Paris -Bordeaux
Aufstehen um 6.00 Uhr. Früh zur Gare de l’Est. Entgegen allen Informationen, die mir in Köln zugänglich waren (Internet DB, Internet SNCF, SNCF-Büro) gibt es sogar einen TGV, der Fahrräder mit nimmt. Vor Mittag in Bordeaux. Auf der Suche nach einem Hotel finde ich einen Laden; dort wird festgestellt, dass der Computer wieder funktioniert. Was war es?
Kleines Hotel im Zentrum. Kontaktaufnahme mit Caroline de Tonnac über Skype. Am Abend mit dem Rad zu ihrer Wohnung. Besuch einer Veranstaltung in ‚Le Pin Galant‘: Kultur-Zentrum, Theater in Vorort Mérignac. Russisches Clowns-Ballett: Ein Clown, Pinguine, Schnee. Beste Unterhaltung. Die Show reist anscheinend seit Jahren durch die Welt.
Caroline ist ‚Secrétaire Générale‘ in der Einrichtung. Hat noch die alte Power. Wiedersehen nach 30 Jahren.
Ein Gewinn. Merci Caroline.
 
09-10-2014 Bordeaux – Cambo-les Bains
Weiterreise mit TER nach Bayonne. In Dax wird der Wagen abgehängt. Umzug in den ersten Wagen, der weiter fährt. In Bayonne statt des vorgesehenen Zugs ein Bus. Das Rad passt in den Gepäckraum. Der Bus bring mich in das Badestädtchen Cambo-les-Bains. Am Nordhang der Pyrenäen. Französisches Baskenland. Fluss Nive, viel Grün, mitteleuropäisch oder sogar englisch. Hotel-Unterkunft. Hätte mit Bus weiter fahren können, hatte aber, weil ich es nicht wusste, hier das Hotel reserviert. Morgen früh fahre ich mit dem nächsten Bus weiter nach St. Jean Pied de Port. Dann kommt die Nagelprobe. Der erste Pass (1200 hoch) Über die Pyrenäen. Wenn es gelingt, ist alles gut.
 
10-10-2014Cambo – St.Jean Pied de Port – Roncesvalles/Roncevaux
In Cambo-les-Bains las mich der Busfahrer auf (SNCF), mit dem ich gestern dorthin geraten war, nachdem in Bayonne sein Gefährt statt des im Fahrplan vorgesehen Zugs in die Berge stieg. Kam nach St. Jean Pied de Port. Hier bekommt der Pilger seinen Ausweis, zum Abstempeln an allen Orten, die was mit Santiago zu tun haben. So auch ich. Dann war es noch einigermaßen bequem bis zur Grenze nach Spanien. Feucht und neblicht. Ab da über 19 km regelmäßig steil nach oben … und Regen bis zum Ende. Von der Passhöhe ging es noch 1,5 km abwärts. Schnelle Fahrt und kalter Wind und alle Kleidung bis auf die Haut nass. Hatte im Leben manchmal einen kurzfristig blutlosen Finger. Diesmal zwei Hände ohne die belebende rote Flüssigkeit. In Roncesvalles dann die erste Pilgerherberge, geführt von Leuten, die unbedingt englisch mit einem sprechen wollten, es aber nur halb können: Holländern. In Pamplona soll es ein solches Institut geben, das von Deutschen unterhalten wird. Das beste daran als erstes: eine warme Dusche.
Roncesvalles ist ein magischer Ort (Ich zitiere Anuschka; aber die meinte neulich einen anderen). Der Recke Roland gerät mit seinen Mannen, als der die Hauptmacht Karls (des Großen) decken sollte, in einen Hinterhalt und unterliegt den Mauren (Arabern) oder, das ist nicht geklärt den Basken, die damals schon wenig Lust auf Unterwerfung hatten.
Riesenherberge mit Menschen aus aller Herren Länder (Ungarn, Japanern, Walisern…) alle auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Ich habe im Anmeldeformular, das auszufüllen war, angegeben, keiner Religion anzugehören, aber durchaus auf der Suche nach spiritueller Erfahrung bin. Andere Motive waren auch akzeptiert. Übernachtung für 10 €. Gut, dass ich den Schlafsack im Gepäck habe; ohne läge ich bar und bloß. Bei dem Klima wäre es unangenehm.
Erste Begegnungen: Die alte Frau in St. Jean, die ich nach dem Weg fragte. Schwierig auf Französisch. Das konnte sie nur halb. Spricht mit ihren Leuten baskisch.
Leute, die ich gestern im Bus kennen gelernt hatte, traf ich heute Morgen wieder. Sie machten sich zu Fuß auf den Weg über den Berg. Vielleicht sehe ich sie heute noch mal.
Ein Typ aus Wales, der mich, dann ich ihn, dann wieder er mich, auf dem Fahrrad überholte.
Ein Ehepaar aus Holland. Sie schob ihr Rad und sehnte die Passhöhe herbei.
Ein in Bayern lebender Ungar…
und viele andere, zuletzt beim Essen, so was hieß in Frankreich früher ‚table d’hôte‘. Viel und gut für 9 €, incl. Navarra-Wein. Am Tisch acht oder neun Leute, die sich auch erst heute kennen gelernt hatten aus Katalonien, Estland, Japan, Italien, Bayern und ich als Newcomer aus Köln.
Wenn ihr jemanden sprecht, der nach Santiago will, sagt ihm, er solle unbedingt Hausschuhe oder ähnliches im Gepäck haben. Schuhe sind hier nicht zugelassen. Ich laufe auf Strümpfen.
 
Bordeaux
– Le Slava’s Snow Show in Le Pin Galant.
– Le Pont de pierre über die Garonne.
– Die Kathedrale.
– Die Sraßenbahn ohne Oberleitung!
– Weiter nach Bayonne vom Bahnhof Bordeaux St. Jean.
Cambo-les-Bains.
– Straße und Fluss
Saint Jean Pied de Port
An der Grenze zum Königreich Navarra(!). In Navarra spricht man Spanisch und Baskisch, ebenso wie im französischen Basskenland.
Roncesvalles
– Die Passhöhe: Puerto de Ibañeta.
– Berglandschaft bei Roncesvalles.
– In der Klosterkapelle: Sankt Jokob oder ein Pilger?
– Im ‚albergue‘ ist Platz für viele Pilger.
– Und noch 792 km bis zum Ziel.

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