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11-10-2014
Pamplona/Iruña
Unterwegs nach Pamplona: einer der in den Pyrenäen üblichen Pässe. Oben ein Kiosk. Ich trinke einen Kaffee und fahre den Weg zurück. Der Ort unten heißt Erro („ich irre!“). Also alles noch einmal; der zweite Aufstieg war leichter und schneller (gefühlt?) als der erste. Am Pass oben dann zwei Italiener, auch mit dem Rad. Ich bleibe für sie „Il vecchio Tedesco“ (loco?) Dokumentiert durch ein Foto. Unterkunft in der Casa Paderborn. Die westfälische Bischofsstadt ist mit der Stadt der Stierhatz verbunden. Deshalb betreiben Paderborner (bzw. Mitglieder eines Vereins Jakobsweg, Freunde des… oder so) diese Unterkunft. Klein und eng. Die ehrenamtlich dort Aktiven lassen dem Besucher kaum Luft. Die Kaffeekanne auf dem Frühstückstisch darf er nicht selbst anfassen. Das Eingießen ist Aufgabe des Patron, usw.
Pamplona, die Stadt Hemingways, dem Stierkampf und Encierro imponierten. Am Nachmittag eher noch menschenleer. Explosion des Lebens am späteren Nachmittag und Abend.
Ben: Abendessen in einem Lokal im Stadtzentrum. Zwei Deutsche. Ben sucht ein neues Leben, einen Mittelpunkt, eine neue Orientierung. Freundschaftliches Gespräch mit Nutzen für (hoffe ich) beide.
Das Denkmal mit dem Pamplona den Encierro ehrt, so wie Köln den Karneval, sich selbst also oder seinen Mythos, etdeckte ich am anderen Morgen, beim Aufbruch zur neuen Etappe.
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12-10-2014
Estella/Izarra
Von Pamplona nach Estella. Schwieriger Tag. Den Weg zu finden, war nicht einfach. Fahren im Kreis (wenigstens 15-20 km). Orkanartiger Wind von vorne, eine Passhöhe zu überwinden. Dann weniger Wind, aber ein Gewitter und (bei der Ankunft in Estella), auch noch Regen. Aber der hat mit nicht mehr nass gemacht. Ein paar Mal den Italienern von gestern begegnet. Sie fahren den den Weg der Pilger zu Fuß. Am Ende in der Herberge. |

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13-10-2014
Puente la Reina
Von Estella nach Logroño und dann Navarrete.
Als erstes habe ich einen Fahrradladen gesucht: Unterwerfung unter den Willen der Staatsgewalt. Gestern hatten mich zwei Zivilgardisten (Die Guardia Civil ist nach Francos Tod und dem Ende der Diktatur) wirklich zivil und freundlich geworden. Sie hatten mich höflich und bestimmt darauf aufmerksam gemacht, dass der Radler in Spanien Helm zu tragen habe. Ich fand den Laden und trage seitdem die Kölner Farben auf dem Kopf. Ruud-wieß./td>
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Logroño
Im Café vor der Kathedrale ein holländisches Ehepaar. Die Frau meint, sie müsse ein Foto von mir und dem neuen Kopfschutz machen. Es bleibt in der Schublde. Der Helm ist nicht fotogen oder ich nicht mit ihm auf dem Kopf.
Die Brücke führt über den Ebro.
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Nach Navarrete gibt es zwei Wege, einer über Land, einer am Ebro entlang durch Weinberge. Ihn zu finden war nicht leicht. Er ist für Einheimische wohl nicht üblich. Umso reizvoller war er. Da gerade die Weinstöcke abgeerntet waren, gab es eine Nachlese. Der Rioja ist vom Stock so lecker wie aus dem Glas.
So schwer sich der Durchschnitsseinheimische mit Auskünften über den Weg tut: In El Cortijo, einem zu Logroño gehörigen Dorf, fuhr der örtliche Polizist wenigstens 2 km vor mir her, bis ich ‚eingefädelt‘ war.
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