Messina und Ganzirri

04.06.2016


Deshalb habe ich mich auf den Weg gemacht: diesen Ort zu sehen: Drüben in Kalabrien Scylla hier Charybdis, die den Seefahrern mit ihrem Streit und den unruhigen Fahrwassern das Leben schwer gemacht haben, Odysseus und der moderne Mythenroman von Stefano d’Arrigo, der mich das halbe Jahr 2015 begleidet hat. Ein magisches Stück Welt, schon an der Hafeneinfahrt von Messina. Ein Stück Weiter nach Westen Ganzirri und Capo Peloro, im Roman „Cariddi“ (=“Charybdis“) etwa gegenüber von Scilla auf der kalabrischen Seite der Meerenge.
Messina: Hafeneinfahrt


Der vom normannisichen König Roger (Ruggiero) erbaute Duomo. Immer wieder zerstört und neu aufgebaut. Trotzdem eindrucksvoll ind der Einfachheit und Einheitlichkeit der Architektur.

Duomo di Messina, Fronteite

Eingang der Kathedralkirche von Messina

Duomo di Messina. Säulen im Zentralschiff

Huptschiff der Kathedrale von Messina

Der Duomo innen

Die Jungfrsau der Mildtätigkeit

Bild der mildtätigen Gottesmutter im Duomo


Der Leuchtturm von Capo Peloro
Wie kann es anders sein, Carridi/Ganzirra ist nicht mehr der kleine Fischerort von 1944. Aber die Fischer fahren immer noch mit ihren Booten auf die Straße von Messina hinaus, die das Thyrrenische mit dem Jonischen Meer verbindet. Die gefährlichen Strömungen gibt es noch; gejagt werden immer noch Schwert- und Thunfisch für den lokalen Markt. Die Alten treffen sich immer noch zum Alltagsplausch an den Booten und auf einem kleinen Platz im Dorf. Und der alte Leuchtturm steht noch dort, Zeuge einer Zeit in der Fischen und zur See Fahren noch gefährlich waren, zwischen Scylla und Charabdis mehr als anderswo.
Ganzirri, Fscher an ihren Booten

Die Fischer von Capo Peloro und ihre Boote

Die Fischer von Capo Peloro und ihre Boote


Messina hat wenig Gemeinsames mit Köln. Immerhin wird an der Nordsüd-U-Bahn in Köln fleißig weiter gewerkelt. Die Idee der Drahtseilbahn von Sizilien nach Kalabrien ist längst ad acta gelegt. Bei den Winden hierzulande hätte das Ding nie richtig funktioniert. Aber das Capo Peloro lebt: Man versucht – ohne Erfolg – den Flugsand einzufangen und die verschwundene Düne wieder zu schaffen. Es gibt becheidenes, ruhiges Strandleben mit Kultur und es gibt ein kleines Museum, das wie eine zugehörige Stiftung den Namen von Stefano d’Arrigo trägt
Ich bin gleich nach der Ankunft zur Landzunge gefahren und am Tag der Weiterreise nach Milazzo noch einmal. Sogar ins kalte Wasser habe ich mich hinein gewagt.
Ganzirri_08
Ganzirri_04

Die zwei Säulen stehen als Denkmal für die Masten der alten Segelboote mit Auslug zur Beobachtung der Fischschwärme

Die zwei Säulen stehen als Denkmal für die Masten der alten Segelboote mit Auslug zur Beobachtung der Fischschwärme

Plakat für ein Konzert

Stefano d’Arrigo ist präsent: Kultur in seinem Namen, ein Museum und eine Stiftung


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